Regenbogenland Lückenmühle

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Bogenschießen als Form der Rückenschule

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Rückenschmerzen, hervorgerufen durch Stressfaktoren, erhöhte Gereiztheit des Nervenbahnen und Schulterverspannungen nehmen immer mehr Überhand. Schlechte Körperhaltung, einseitige Sitzgewohnheiten und zu wenig körperlicher Ausgleich sowie die immer höher werdenden Anforderungen in der Arbeitswelt, in der Familie und sogar in der Freizeit tun ihr Übriges. Mit alltäglichen Belastungen haben inzwischen immer mehr Menschen zu kämpfen, denen es oft an mangelnden Ausgleich zu den Ansprüchen des Alltags fehlt. Es entspricht daher dem allgemeinen Zeitgeist, sich auf die Suche nach einem Angebot zu machen, das etwas für den Körper und den Geist bereithält, um die Seele durchatmen zu lassen zu und die eigenen Energien zu erneuern. Eines dieser Angebote kann Bogenschießen sein.

In unserer Physiotherapie profitieren Sie davon, dass beim Bogenschießen fast alle Muskeln von der Schulter-, Arm-, Hals-, und Rückenregion absteigend bis zu den Füßen beansprucht werden und schonend trainiert werden. Die Körperhaltung verbessert sich, und Sie erhalten eine intensivere Körperwahrnehmung.

Der Bogen wird nicht nur als Sportgerät verwendet, sondern kommt auch in vielen Therapieformen immer häufiger zum Einsatz – hier werden Körper und Geist in Einklang gebracht. Beim Schießen werden die Alltagssorgen einfach den Pfeil anvertraut und damit symbolisch fortgetragen. Das eigene Innere Zentrum wird entdeckt. Was der Bogensport vor allem zu bieten hat, ist, neue Kraft für das tägliche Leben zu schöpfen. Auch ist er bereits erfolgreich zur Behandlung von Blasenschwäche und zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur eingesetzt worden.

Zusammengefasst bedeutet Bogenschießen also:

- Gute Konstitution:
Der Ansporn, mit Pfeil und Bogen schießen zu wollen, resultiert durch die faszinierende Anziehungskraft und Ästhetik des Bogenschießens. Es strahlt sehr viel körperliche Harmonie aus wenn Schützen, die an der Grundlinie stehen und sich sammeln, ihre Bögen konzentriert und ruhig spannen, kaum merklich den Schuss lösen, die Pfeile schließlich ins Ziel fliegen und die Zughand  weich und fließend leicht nach hinten gleitet- so verharrend, bis der Nachhaltevorgang abgeschlossen ist. Der Schütze muss bereit sein, sich auf dieses Zusammenspiel der Abläufe einzulassen.

- Der „unerschütterliche“ Stand:
Zunächst muss der richtige Stand erlernt werden. Damit ist einerseits die aufrechte Körperhaltung, andererseits die bewusste Wahrnehmung der Verbundenheit mit dem Boden gemeint. Diese „Erdung“ ist nicht nur im übertragenen Sinne für viele eine neue Erfahrung. Festen Untergrund unter den Füßen zu spüren, ist aber auch eine elementare wichtige Empfindung- und auch die Grundbedingung für einen guten Schuss. Da die Durchführung eines jeden Schusses überaus vielschichtig ist, müssen die einzelnen Bausteine immer wieder eingeübt werden- bis sie „wie im Schlaf“ beherrscht werden. Nachdem der optimale Stand eingenommen ist, wird das Körpergewicht ein wenig nach vorn auf das zum Ziel gerichtete Bein verlagert. Erst dann wird der Pfeil aufgelegt, der Bogenarm (der den Bogen hält) wird langsam erhoben, während die Zughand die Bogensehne bereits ein wenig in Vorspannung bringt. Damit muss auf viele Details gleichzeitig geachtet werden. Die Schultern dürfen nicht hochgezogen sein - Schulter und Arme sollten eine solide Kraftlinie bilden, um sicherzustellen, dass die von den Muskeln bereitgestellte Kraft ihre bestmögliche Wirkung entfalten kann. Nur mit dieser Ausgangsposition wird die auch für den Rücken zu leistende Arbeit und die langfristig damit verbundene heilsame Wirkung sichergestellt.

- Der kräftigende Auszug der Schultermuskulatur:
Wenn der Schütze mit dem Bogen in ausgezogenem Zustand das Ziel ins Auge nimmt, wird der kraftvolle Auszug aus den Schultermuskeln heraus langsam, aber stetig gesteigert. Dies geschieht soweit, bis die Position - der sogenannte „Anker“- erreicht ist, bei der die Sehne gelöst wird. Diese Position muss immer an derselben Stelle im Gesicht erreicht werden, damit eine konstante Schussabfolge möglich ist. Die individuelle Bogentechnik muss zum Bogenschützen passen, genauso wie der verwendete Bogen auch, damit die nötige Kraft für den Schuss aufgebracht werden kann. Gerade Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen im Bewegungsapparat entdecken für sich beim Bogenschießen gute Möglichkeiten, heilsame Körpererfahrungen zu sammeln und Erfolgserlebnisse zu genießen.

- Ein gesunder Rücken für ein gutes Leben:
Durch kontrolliert eingesetzte Kontraktion und Entspannung der Muskeln wird der Rücken gekräftigt und die Wirbelsäule erfährt eine wohltuende Entlastung.

Weitere Informationen erhalten Sie telefonisch in unserer Physiotherapiepraxis 03 66 40 / 40-0.