Regenbogenland Lückenmühle

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Unser Walderlebnispfad

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Natur erleben mit allen Sinnen steht im Mittelpunkt unserer umweltpädagogischen Angebote. Im bereits angelegten Kräutergarten und dem Teichbiotop und anderen Stationen des Walderlebnispfades, können die Kinder und Schüler in Kleingruppen verschiedene Ökosysteme wie Gewässer, Boden, Naturgarten oder den Wald erforschen und entdecken. Dabei erleben die Kinder die Natur hautnah und lernen ökologische Kreisläufe mit Kopf, Herz und Hand kennen.

1. Station: Wiese
Wir erforschen die Geschichte unserer Wiese, erkunden und beobachten die Pflanzen sowie Kräuter und Tierwelt mit Lupe, Mikroskop, Fotoapparat und Büchern. Mit Naturmaterialien werden wir künstlerisch tätig sein. Die Wiese lässt uns außerdem viel Raum für Bewegung, meditieren, träumen und entspannen. Die Kinder erkennen die Wiese als Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen und tragen zur Erhaltung dessen bei. Es werden Wiesenfundstellen parzelliert und teilweise mit Wiesenkräutern ergänzt. Informationstafeln vermitteln wissenswertes  zum Lebensraum Wiese im Wandel der Jahreszeiten (Schwerpunkt werden Wildkräuter sein.) Diese Station ist Ausgangspunkt für geführte Kräuterwanderungen.

2. Station: Spinnennetz
Die Kinder sollen versuchen, durch ein symbolisches Spinnennetz (aus Stahlseil und Glöckchen) hindurchzuschlüpfen ohne dabei die Spinnfäden zu berühren. Dies ist ein Geschicklichkeitsspiel, welches den Kindern gleichzeitig zur ökologischen Bedeutung der Spinne im Forst- und Ökosystem insbesondere gegenüber verschiedenen Forstschädlingen beiträgt. Darüber hinaus wird anhand einer Infotafel dargestellt, wie eine artenreiche Spinnenfauna die Qualität der Lebensräume bestimmt. Eine angstfreie Haltung zur Spinne, kann auch die Naturbeziehung der Kinder festigen und symbolisch die Bedeutung des Artenschutzes darstellen. In Schautafeln wird dargestellt, wie ein Waldsterben und Tiersterben auch die Lebensbedingungen des Menschen einschränkt und gefährdet.

3. Station: Tastpfad
Hier nehmen die Kinder verschiedene Naturmaterialien wahr, wie z.B. Steine, Waldboden, Moos, Rindenmolch, Fichtenzapfen, Holzspäne etc. Alle Materialien können gesehen, gehört, gerochen aber auch ertastet werden bzw. barfuss durch den Waldboden ertastet werden. Mit diesem Tastpfad werden nicht nur die Sinne geschult, sondern auch ein sozialer Aspekt verbunden. Denn es ist auch eine Übung des Vertrauens, sich mit verbundenen Augen führen zu lassen.

4. Station: Klanghölzer
In ein 2,50 m hohes Gestell aus Hartholzstangen werden Klanghölzer mit Stahlseilen hineingespannt und ans Holz befestigt. Je nach Holzart, Länge und Dicke der Holzstämme ergeben sich durch Anschlagen mit einem Holzhammer ganz unterschiedliche Klänge und Töne. Die Klänge laden unsere Kinder zum Musizieren ein.

5. Station: Weitsprung
Wer springt weiter? Ein Sprung kann für ein Tier Leben und Tod bedeuten: der rettende Sprung der Maus vor der zupackenden Eule oder der angreifende Sprung des Fuchses auf das Rehkitz. Viele Tiere vollbringen unglaubliche Sprungleistungen. Auf dem Erlebnispfad messen sich die Kinder mit den Bewohnern des Waldes: Waldmaus, Frosch, Fuchs, Eichhörnchen, Wildschwein, Hase und Reh. Wie viele Sprünge muss ich machen, bis zur Sprungweite des Rehs? Die Waldmaus springt das Achtfache ihrer Körperlänge, der Fuchs das Zwei- bis Dreifache.

6. Station: Waldrandausschnitt
Der freigelegte Waldrand offenbart verschiedene Schichtungen und den Blick ins Wurzelwerk von Bäumen, Sträuchern und Pflanzen. Die Zuwegung ist behindertengerecht ausgeführt.

7. offenes Klassenzimmer
Zum Wald hin wurde eine offene Fachwerkkonstruktion auf ein Punktfundament gesetzt und überdacht. Der direkte Blick in die Natur aus dieser „Schutzhütte“ ermöglicht die Entdeckungen in der Natur auch bei Verschiedenen Wettersituationen. Die Idee dahinter? Warum soll der junge Mensch immer drinnen sitzen, wenn draußen die Natur mit so vielen Entdeckungen wartet?

Das „offene Klassenzimmer“ hat vier Bausteine umweltpädagogischer Arbeit:

Natur erleben
Sehen, riechen, schmecken, hören,  tasten, fühlen, genießen

Natur wahrnehmen
Untersuchen, messen, erkennen, beachten

Natur begreifen
Matschen, werken, kreativ sein

Natur bewahren
Gestalten, pflegen, schützen

Auf dem umfangreichen Stundenplan des grünen Klassenzimmers können vielfältige Lerninhalte aus den Bereichen Wasser, Energie, Natur und Umwelt, Gesundheit und Ernährung, Kunst und Kultur sowie Religion und Soziales stehen. Kinder und Jugendliche können aktiv und eigenständig, aber unter angemessener Anleitung erkunden, forschen und experimentieren. Dadurch entsteht und schärft sich das Bewusstsein. Das offene Klassenzimmer macht die Lernstoffe erlebbar. Die einzelnen Aktionen finden auch unter Nutzung des gesamten Naturerlebnispfades statt.


Schauen Sie sich unsere Bilder hierzu in unserer Galerie an.